“Die Humana-Leute haben sich uns als eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten vorgestellt, die früher mit Bussen nach Indien fuhren, dann freie Schulen gründeten und jetzt Entwicklungshilfe machen. Sie haben uns ihre Prinzipien erklärt: gemeinsames Leben, gemeinsames Geld, gemeinsame Zeit. Das klingt erstmal toll. Aber irgendwie waren die Leute alle seltsam. Wie eine Sekte.” Viele ältere TGs waren Dänen; jüngere kamen oft aus Osteuropa. Santamaría fiel auf, dass so gut wie alle TGs Singles waren, dass sie den Hauptanteil ihres Lohns abliefern mussten und fast niemand Kinder hatte. “Kinder würde uns nur am Arbeiten hindern”, hätten sie gesagt. Für Mitarbeiter einer karitativen Organisation hätten sie sich recht zynisch benommen. “Wir Freiwilligen durften kein Bier trinken, aber sie haben getrunken.”
Afrika-Hilfe umsonst: Ehemalige Mitarbeiter werfen der Firma Humana Ausbeutung vor. Berliner Zeitung
