May 2, 2011
"[…]
(D)as Begehren des Menschen (ist) das Begehren des Andern (..), wobei diesmal das ‘des’ in dem Sinn zu nehmen ist, den die Grammatiker subjektiv nennen, d.h. daß der Mensch als [qua] Anderer begehrt (worin die wahre Tragweite der menschlichen Leidenschaft liegt). Darum ist die Frage nach dem Andern, die zum Subjekt zurückkommt von dem Platz aus, wo es ein Orakel erwartet - in der Form eines che vuoi?, Was willst du? -, die Frage, die am allerbesten auf den Weg seines eigenen Begehrens führt […]."

— Jacques Lacan: Schriften II, hgg. von Norbert Haas. Weinheim/Berlin 1991, S.190.

(Source: walter-benjamin-bluemchen)

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